Eine neue Mitte für das Dorf – identitätsstiftende Architektur und Freiräume

Wo einst Nebengebäude und Garagen die Südseite des Roten Schlosses in Unterthingau prägten und den Charakter eines Hinterhofs vermittelten, ist eine neue, einladende Ortsmitte entstanden.

Mit Unterstützung europäischer und bayerischer Fördermittel wurde in enger Zusammenarbeit von Architektur und Landschaftsplanung ein offener und freundlicher Platz mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen. Ergänzt wird er durch ein vielseitig nutzbares Gemeinschaftshaus – den „Schloss-Stadel“.

Im Zuge des Projekts konnte das denkmalgeschützte Rote Schloss von einem später hinzugefügten Wohnhausanbau befreit werden. Dadurch ist das historische Gebäude wieder freigestellt und kann in seiner ursprünglichen Wirkung und architektonischen Präsenz erlebt werden.

Südlich des Schlosses schließt der neue Platz an. Schattenspendende Bäume und großzügige Freiflächen laden zum Verweilen, Begegnen und Zusammenkommen ein und schaffen einen lebendigen Mittelpunkt für die Dorfgemeinschaft.

Der Schloss-Stadel tritt mit seiner schlichten Formensprache und zurückhaltenden Fassadengestaltung bewusst hinter dem historischen Schloss zurück. Gleichzeitig setzt er einen klaren, modernen Akzent und bildet nach Süden hin einen ruhigen und selbstverständlichen Abschluss des neuen Platzes.

So verbindet die neue Ortsmitte historische Identität mit zeitgemäßer Architektur und schafft einen Ort, der dem Dorf Raum für Begegnung, Gemeinschaft und zukünftige Entwicklungen gibt.

Im Rahmen des Programms „Dorferneuerung und Baukultur“ wurde das Projekt mit dem Bayerischen Staatspreis 2025 ausgezeichnet:

https://www.stmelf.bayern.de/landentwicklung/staatspreis/die-gewinner-der-staatspreise-2025